Seeblick für die Menschen, Duftspuren für die Hunde und Spaghetti für den grossen Hunger: Innert drei Tagen war die Regionalgruppe Zürich gleich zweimal unterwegs. Vom Zürcher Oberland bis an den Rhein zeigte sich, wie viel Freude in einer gemeinsamen Wanderung steckt. Selbst dann, wenn der Herbst noch auf Sommer macht.
Zwei Seen und sieben Schnüffelnasen

«Wunderschöne Rundwanderung mit Blick auf den Zürichsee»: Edith Meier hatte für den Lauftreff einiges versprochen – und hielt Wort. Am Freitagnachmittag starteten sieben Personen mit sieben Hunden in Hombrechtikon Richtung Lützelsee und Wolfhausen.
Über ihnen ein strahlend blauer Himmel, rundherum grüne Wiesen und unterwegs Ausblicke auf gleich zwei Seen. Während die Menschen den Blick in die Ferne schweifen liessen, konzentrierten sich die Hunde auf das Naheliegende: Am Wegrand gab es offenbar jede Menge Neuigkeiten zu erschnüffeln.

Zum Abschluss lockte der Hofladen mit Besenbeiz Schwesterrain. Eine Erfrischung, freie Sicht auf den Zürichsee und Zeit zum Plaudern – so durfte dieser Nachmittag gerne ausklingen.

Der Herbst kam in Sommerkleidung

Nur zwei Tage später trafen sich 17 Teilnehmende mit 15 Hunden in Stein am Rhein zur traditionellen Herbstwanderung. Bei 27 Grad im Schatten wirkte allerdings vor allem der Name herbstlich.
Zunächst galt es, alte Bekannte zu begrüssen und neue zu beschnuppern. Kurz vor halb elf setzte sich die Gruppe in Bewegung. Rheinabwärts führte der Weg nach Hemishofen, über die 345 Meter lange Rheinbrücke ans andere Ufer und nach einer kurzen Rast zurück Richtung Stein am Rhein.
Beim Campingplatz in Wagenhausen kamen die Vierbeiner auf ihre Kosten: hinein in den Rhein und abkühlen! Bei dieser Wärme eine willkommene Gelegenheit. Der Anblick des sonst so stolzen Flusses gab aber auch zu denken. Er führte auffallend wenig Wasser.

15 Hunde – und plötzlich wurde es still
Im Restaurant Wasserfels blieb die Ankunft der RGZ kaum unbemerkt. 17 Menschen und 15 Hunde sind schliesslich eine stattliche Gesellschaft. Wegen der Hitze fiel der ursprüngliche Plan weg, die Vierbeiner während des Essens im Auto ausruhen zu lassen. Also bezogen auch sie ihre Plätze bei der Spaghettata à discrétion.

Was zunächst die Aufmerksamkeit der anderen Gäste auf sich zog, sorgte bald für Staunen:
Nach einer kleinen Belohnung und reichlich frischem Wasser machten es sich die Hunde unter und neben den Tischen gemütlich. Von der munteren Wandergesellschaft war auf einmal erstaunlich wenig zu bemerken.
Dafür hatten nun die Menschen alle Hände voll zu tun. Spaghetti am Meter und sechs verschiedene Saucen warteten auf hungrige Abnehmer. Eine feiner als die andere – da fiel höchstens die Entscheidung schwer. Zum Glück musste es nicht bei einer Portion bleiben.
Für ein Glace reicht es immer
Gut gestärkt blieb noch Zeit für einen Bummel durch Stein am Rhein. Wer Lust und Musse hatte, schlenderte durch die mittelalterlichen Gassen und bewunderte die reich bemalten Fassaden. Und ein Glace vor der Heimreise? Dafür fand sich trotz Spaghetti fast immer noch ein Plätzchen.

Zwei Wanderungen, unterschiedliche Landschaften und viel Gelegenheit zum Plaudern, Geniessen und Schnüffeln: Die Menschen nahmen schöne Erinnerungen mit nach Hause. Die Hunde vermutlich
reichlich Stoff für ihre nächsten Schnupperträume.
Ein herzliches Dankeschön an Edith für den gelungenen Lauftreff und an René und Gabi für die einmal mehr hervorragende Organisation der Herbstwanderung. So macht das Unterwegssein mit der RGZ Freude!
Alle Bilder dieser beiden Wanderungen findet ihr in der Galerie: